Von Alois & Julia Kerschbaumer Wien zu Ja zur Prosseggklamm! #

Als begeisterte Urlauber in Osttirol sind wir für die Erhaltung und nicht für die Zerstörung dieses Naturjuwels. Es wäre schade …

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Aufsichtsbeschwerde zu den geplanten Waldverkäufen

Am Karfreitag plant Bürgermeister Köll und seine Liste in der Gemeinderatssitzung, gewinnbringenden Wald der Markgemeinde zu verkaufen, um kurzfristig Budgetlöcher zu stopfen. Die Matreier Grünen sprechen sich dezidiert gegen diesen Schildbürgerstreich aus und haben daher eine Aufsichstbeschwerde eingereicht. Mit öffentlichem Gut muss nachhaltig und besonnen umgegangen werden! Es darf nicht dazu missbraucht werden, um eine miserable Finanz- und Haushaltspolitik zu vertuschen!

AufsBeschw_Waldverkauf

Kontokorrentstand 4.10.2012

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PA: Postamt in Matrei wird geschlossen: Dann waren es nur noch 4…

Gewinnmaximierung der Post auf Kosten der Bevölkerung?

„Dann waren es nur noch 4, dann nur noch 3 und am Ende wird es in Osttirol wohl nur noch 1 Postamt geben und zwar in Lienz.“, prognostiziert heute der grüne Bezirkssprecher Sepp Brugger. Im Jahre 2010 haben die Abgeordneten der ÖVP und der SPÖ gegen die Stimmen der Grünen das neue Postmarktgesetz beschlossen. Nun bekommt die Bevölkerung die Rechnung präsentiert. Mit 1. September wird auch das Postamt in Matrei zugesperrt werden. Der Sparmarkt, der ca. 1km vom Ortszentrum entfernt liegt, soll als Postpartner einspringen. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass all die Postämter, die in letzter Zeit in Osttirol zugesperrt wurden, nicht kostendeckend geführt werden konnten. Dann hätte die Post AG wohl kaum jährlich zig Millionen Gewinne gemacht. Es geht also offenbar um reine Gewinnmaximierung auf Kosten der Postangestellten und der Bevölkerung in den ländlichen Regionen“, kritisiert Sepp Brugger die Schließungsorgie der Post.

Die Schließung der Matreier Post sei symptomatisch für die Aushöhlung des ländlichen Raums: Der Frequenzbringer im Ortszentrum geht verloren, die Bemühungen zur Marktbelebung werden so untergraben. Der neue Postpartner liegt außerhalb des Marktls und ist für die meisten Matreierinnen und Matreier nur mit dem Auto erreichbar. Besorgt zeigt sich auch Thomas Haidenberger, Spitzenkandidat der Osttiroler Grünen für die Landtagswahlen 2013: „Verschlechterungen der Infrastruktur sind jedenfalls nicht dazu geeignet, den erkennbaren Trend zur Abwanderung in ländlichen Gebieten zu stoppen!“

Für Rückfragen stehen Ihnen Sepp Brugger (0664 3953491) und Thomas Haidenberger (0699 12191903) gerne zur Verfügung.

 

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Kabarett-Tipp: “Agrargemein”

Markus Koschuh: “Agrargemein”

23. Mai 2012, 20:00 Uhr
Kesslerstadl, Matrei in Osttirol

Empfehlenswert ist auch die folgende Aussendung von Markus Koschuh:

Kulturzensur in Osttirol: Matreier Bgm LAbg Köll legt sich gegen
Kabarettist Koschuh quer
Anmietung der Gemeindesäle scheiterte – Ersatzort nur mühsam gefunden

Einen so noch nicht erlebten Fall von Zensur meldet Kabarettist Markus
Koschuh: Während die Tour seines aktuellen Kabarettprogramms
„Agrargemein“ die kühnsten Erwartungen übertrifft und seit der Premiere
am 1. Februar schon rund 7.000 TirolerInnen ins Innsbrucker Treibhaus
oder in die Gemeindesäle in den Bezirken strömten ticken die Uhren in
Matrei in Osttirol anders:
„Wie auch in anderen Tiroler Gemeinden wurde seitens des
Tourveranstalters KleinKunst Innsbruck mit dem Amtsleiter der Gemeinde
Matrei in Osttirol Kontakt aufgenommen. Eine Veranstaltung in
Kooperation mit der Gemeinde, wie vielerorts geschehen oder vereinbart,
kam in Matrei nicht zustande. Das wäre noch kein Grund, von Zensur zu
reden. Nach der Anfrage, ob KleinKunst Innsbruck den Kinosaal in Matrei
für „Agrargemein“ anmieten dürfe, kam nach einigen Tagen die
telefonische Antwort seitens des Amtsleiters: „Nein. Der Bürgermeister
will dieses Kabarett in Matrei nicht.“

Nicht nur, dass der Matreier Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Köll
auf Einnahmen für seine Gemeinde verzichtet, kann man das kaum anders
als Vorab-Zensur werten. Die Freiheit der Kunst endet in Matrei offenbar
da, wo Themen bearbeitet werden, die unbequem sind. Ich habe mit Vielem
gerechnet: neben schon erfolgten ominösen anonymen „Drohanrufen“ mit
aufgebrachten Agrargemeinschafts-Mitgliedern im Vorfeld oder eventuellen
Störversuchen. Aber dass ein Bürgermeister und Landtagsabgeordneter
derart Zensur betreibt, ist ein starkes Stück“, so Koschuh.

Was den Matreier Bürgermeister wohl nicht besonders freuen dürfte: das
im Eigentum des Alpenvereins und des Nationalparks Hohe Tauern stehende
„Kulturzentrum Kessler Stadl“ hat „Agrargemein“ Kultur-Asyl gewährt:
Agrargemein findet wie geplant am 23. Mai in Matrei statt – ohne
Einnahmen für die Gemeinde Matrei und mit dem Zensur-Geruch im
Hintergrund. Die Osttirol-Tour von Agrargemein (23.5., Matrei, 24.5.
Silian, 25.5. Nussdorf) findet jedenfalls statt.

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Nachruf für Franz Wibmer

Als ich am Dienstag von seinem Tod erfahren habe, ging es mir wahrscheinlich wie euch, ich wollte ich es zuerst einfach nicht wahrhaben. Und wirklich fassen kann ich es immer noch nicht, dass Franz nicht mehr unter uns ist.

Vor einigen Jahren hat sich Franz Wibmer bei mir gemeldet. Ihn störte die Benachteiligung kleinerer Wirtschaftstreibender gegenüber den Kreditkartenunternehmen. Wir haben uns dann zusammengesetzt und Aktionen und Maßnahmen dagegen lebhaft diskutiert. Schon damals stellten wir fest, dass wir in vielen politischen Positionen übereinstimmten. Franz war ein Querdenker und hat sich nicht an die allgemeinen Verhaltensmuster gehalten. Als ich ihn später fragte, ob er für die Grüne Wirtschaft bei den Kammerwahlen antreten wolle, war das für ihn kein Problem. Er wollte nicht nur kritisieren, sondern sich aktiv für eine Besserstellung der Klein- und Mittelbetriebe engagieren. Er sah das als eine ganz wichtige Möglichkeit, auch in Osttirol so was wie Aufbruchsstimmung zu vermitteln, … mit einer bisher zu wenig beachteten Kompetenz bei den Grünen: Der Wirtschaftskompetenz.

Mit großer Begeisterung stürzte er sich in die Wirtschaftskammerwahlen und hatte Erfolg. Er wurde als erster Grüner Vertreter Osttirols in der Wirtschaftskammer gewählt. Er war Mandatar der Fachgruppe “Handel”, Delegierter zur Generalversammlung und Mitglied der Landesleitung der Grünen Wirtschaft. Sofern es sein ohnehin dichter Terminkalender zuließ, war Franz stets für die GW da und nahm auch die weite Anreise nach Innsbruck auf sich. Dazu erinnert sich Angelika: „Von Anfang an ist er bei jedem Wetter, bei jeder Dringlichkeit, bei “Not am Manne” zu Sitzungen gekommen … immer mit einem kleinen Geschenk für Evelyn und mich dabei. Ich hab’ das als so rührend empfunden, so sorgsam. Ich seh’ uns noch auf der Arzler Alm sitzen, gemütlich mit allen anderen GW-lern nach der “so anstrengenden Wanderung”, oder beim Polit-Kulinarium, wo er, still und aufmerksam den Diskussionen folgte, die richtigen Worte zum Gesagten fand und es sichtlich auch genoss, hier dabei zu sein“.

In diesem Zusammenhang möchte ich mich auch bei den Miteigentümern Martin und Robert bedanken, dass sie Franz sein politisches Engagement bei den Grünen ermöglichten. Schließlich sind für jemanden der in Osttirol lebt und arbeitet derartige Aktivitäten mit einem großen Zeitaufwand verbunden. Franz setzte sich als Kammerrat insbesondere für die Interessen der kleinen und mittleren Betriebe ein, deren Probleme in unserer globalisierten Welt oft untergehen und nicht berücksichtigt werden. Als Grüner Kammerrat wurde er ja nicht unbedingt mit Begeisterung in den Gremien aufgenommen. Franz ließ sich aber nicht entmutigen und punktete durch seine Freundlichkeit und Offenheit, er war einfach ein äußerst sympathischer Mensch. Viel hatte er noch vor, er wollte den grünen Wirtschaftsthemen nicht nur in Osttirol eine Stimme geben, er wollte sich vermehrt in die innerstrukturelle Arbeit einbringen.

Die Gespräche mit ihm waren immer ein Genuss. Seine Ideen für eine bessere Wirtschaftswelt kannten keine Grenzen. Aber nicht nur die Wirtschaftsstrukturen lagen ihm am Herzen. Auch gesellschaftliche Ausgrenzung und Diskriminierung waren für ihn unakzeptabel. Neben den typischen Matreier Lasserqualitäten beeindruckte mich Franz mit seinem breiten Wissen und seiner positiven Lebenseinstellung. Seine freundliche, positive Art, die geistreichen Gespräche mit ihm, seine Ideen und Visionen werden uns sehr fehlen. Ich bedanke mich, dass Franz Wibmer in seinem kurzen Leben soviel Zeit und Engagement für uns aufgewendet hat. Danke.

Sepp Brugger

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Grüne fordern klares Machtwort von Umweltlandesrat Gschwentner – Sepp Brugger: “Isel gehört endlich unter Schutz gestellt!”

Schon vor Jahren hat sich die Politik für den Nationalpark Hohe Tauern und die Erhaltung der Isel, als letzten frei fließenden Gletscherfluss südlich des Alpenhauptkammes entschieden. Diese einzigartige Natur und Kulturlandschaft sollte auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben. Wir erwarten uns vom Umweltlandesrat endlich ein klares Bekenntnis zu dieser politischen Linie und eine klare Absage an alle Kraftwerksbegehrlichkeiten an der Isel.“, fordert der Osttiroler Bezirkssprecher Sepp Brugger heute ein. Eine solche Klarstellung sei nicht nur im Interesse künftiger Generationen sondern auch zur Stärkung der Glaubwürdigkeit in der Politik notwendig.

Die Isel und ihre Zubringer Tauernbach, Schwarzach und Kalserbach sind als vom Gletscher geprägtes Fließgewässersystem in ihrer Einmaligkeit von europaweiter Bedeutung. Verschiedene Universitäts-Professoren haben dies vielfach bestätigt und daher sollte die Isel endlich unter Schutz gestellt werden.“, so die Überzeugung des Matreier Grünen. „Vor einem Jahr hatte Bürgermeister Andreas Köll noch Bedenken gegen die Kraftwerkspläne der Matreierliste an der Isel wegen einer allfälligen Natura-2000-Erklärung geäußert und war einem Kraftwerksprojekt an der Isel kritisch gegenübergestanden. Nun aber hat er sich mit Michael Theuerl zusammengetan und will mit ihm und den anderen Iseltaler und Defregger Gemeinden sowie Kals zwischen der Felder Brücke und Huben ein Kraftwerk um 55 Mio. Euro errichten.“, erklärt Brugger. Dafür wollten die Defregger Gemeinden auf den Ausbau der Schwarzach, und Virgen und Prägraten auf den Kraftwerksbau an der oberen Isel verzichten. „Abgesehen davon, dass sich die Gemeinden derartige Investitionen wohl kaum leisten werden können, ist die Isel nicht Schuld am Finanzdesaster der Gemeinde Matrei.“, kann Brugger das ewige Argument der Kraftwerksbefürworter schon nicht mehr hören. „Es muss endlich Schluss sein mit den Stau- und Ableitungsspielchen an unseren Flüssen und Bächen,“ kritisiert Sepp Brugger die Kraftwerkspläne des Matreier Bürgermeisters. „Die Isel als letzter Frei fließender Gletscherfluss ist unser Kapital und für die Bevölkerung, vor allem aber für die Tourismuswirtschaft von enormer Bedeutung. Dies sollten langsam auch unsere Bürgermeister kapieren.“

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