Köll von TIWAG gekauft?

Der Ötztaler Bauer, Publizist und TIWAG-Kenner Markus Wilhelm deckt auf seiner Homepage auf, wie sich die TIWAG durch eine saftige Wahlkampfspende die Gunst von Andreas Köll (und damit wohl auch seiner Liste) kauft (siehe “Wie sich die TIWAG ihre Bürgermeister kauft – Beispiel Nr. 1: Andreas Köll“). Laut Wilhelm sponsorte die TIWAG Euro 15.000,00 für den Wahlkampf der Liste Andreas Kölls (Gemeinsam für Matrei) und hat damit maßgeblich zur Verbreitung des sogenannten “Informationsblattes” über Matrei beigetragen. Dass es sich bei dieser “Information” um ein Wahlkampfmagazin handelt ist jedem Betracher und jeder Betrachterin sofort klar.

Wir stellen uns aber die Frage, welche Gegenleistung Köll der TIWAG für diese Wahlkampfunterstützung zugesagt hat? Wird die Prosseggklamm für Euro 15.000,00 und die geringe Einmalzahlung und jährliche Abgeltungen an die TIWAG verscherbelt? (siehe dazu unseren Beitrag zur Prosseggklamm)

Warum unterstützt ein Landesunternehmen, das allen Tirolerinnen und Tirolern gehört, den Wahlkampf einer bestimmten Gruppierung? Ist das rechtlich überhaupt gedeckt? Oder kann auch die Grüne und Unabhängige Liste Matrei mit einer kräftigen Unterstützung seitens der TIWAG rechnen? Sollte das so sein, verzichten wir freiwillig darauf, würden das Geld aber jederzeit für soziale Zwecke oder kleine Projekte mit Nachhaltigkeit für Matrei verwenden.

Wir gehen davon aus, dass die TIWAG auch nach der Wahl bereit ist, ihre prall gefüllte Kasse zu öffnen und eine alternative und nachhaltige Politik in Matrei zu unterstützen. Viele der von uns vorgeschlagenen Projekte lassen sich mit wenig Geld und viel Enthusiasmus umsetzen. Wenn uns die TIWAG dabei finanziell unter die Arme greift freuen wir uns. Unsere Heimat und unser Gewissen werden wir aber nicht verkaufen!

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2 Antworten auf Köll von TIWAG gekauft?

  1. Dr. Josef Unterweger sagt:

    Die Verstrickung von Andreas Köll zeigen, wie notwendig eine mutige, kluge und klare grüne Kontrolle gerade in Osttirol ist.

  2. Margit Riepler sagt:

    Autoverkäufer verkaufen Autos,
    Versicherungsvertreter Versicherungen.
    Und unser Volksvertreter?

    Die Einnahmen aus der Übernahme der Prossegg-Klamm durch die TIWAG wären nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Welches Opfer zugunsten des >Fortschritts< würde nach dem Verkauf der Prossegg- Klamm folgen?
    Wie man im Falle der Diskussionen um die Transalpinen Ölleitung sieht, ist nach wenigen Jahrzehnten das Geld ohnehin nicht mehr das wert, was man sich erwartet.

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