Einzigartige Freunderlwirtschaft in Tirol – Teil 1

Was der Matreier Bürgermeister alles darf?!

Einige Beispiele:

  1. Die Matreier Freizeitanlagen Gesellschaft (MFA) wurde 1994 gegründet. Der Matreier Bürgermeister hält als Privatperson gemeinsam mit einem Innsbrucker Rechtsanwalt an dieser Gesellschaft mehr als 50 % der Anteile. Diese MFA ist auch Betreiberin des Schwimmbades in Matrei; wobei die Kosten für das Schwimmbad (Personalkosten, 7.000,– Euro für Wasser und Abwasser, 25.000,– Euro für sonstigen Aufwand und unter dem Titel Förderung des Fremdenverkehrs noch einmal 15.000,– Euro) jährlich zur Gänze von der Gemeinde bezahlt werden. Die Einnahmen für Pachtvertrag und Eintritte kassiert die MFA. Kein Aufwand für Bürgermeisters Freizeitanlagengesellschaft, dafür 100% der Einnahmen. Ganz ehrlich, darf der das?
  2. Wie die MFA um Null-Schilling zu 1.000 m² Baugrund kam?
    Im Jahr 1998 gewährte der Gemeindevorstand dieser MFA einen Zuschuss in der Höhe von 200,000,– Schilling (14.534,57 Euro) für den Erwerb von 1.000 m² Baugrund. Damit kaufte die MFA 2 Jahre später den Grund bei der Goldried-Talstation. Ein gutes Geschäft für Bürgermeisters Freizeitanlagengesellschaft, die dieses Grundstück selbst nicht nutzt. Darf der das?
  3. Auf diesem Grundstück errichteten 3 Jungunternehmer ihre Geschäftslokale. Dafür hatten sie jährlich einen  Baurechtszins in der Höhe von 9.084,10 Euro( 125.000,– Schilling) an die MFA zu zahlen. Bis 1.1.2005 waren das immerhin mehr als 36.336,42 Euro (500.000,– Schilling) Einnahmen für Bürgermeisters MFA. Darf der das?
  4. Im Jahre 2004 kaufte eines der Unternehmen seinen Anteil von 366 m² an diesem Grundstück. Für das Grundstück, für Baurechtszins und Kaufpreis zusammen, ergab dies mehr als 18.900,– Euro. In Summe ein Grundstückspreis von mehr als 50,– Euro pro m². Eine stolze Einnahme für Bürgermeisters Freizeitanlagengesellschaft, das sie von der Gemeinde geschenkt erhielten. Darf der das?
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