PRESSEAUSSENDUNG: Hände weg von der Isel!

Die Matreier GRÜNEN sind gegen den Kraftwerkswettlauf der beiden Gemeinderatsfraktionen

Unter dem  Motto “wer bietet mehr” will offensichtlich die Matreier Liste zur Sanierung der Gemeindefinanzen die Isel zwischen Matrei i.O. und Huben verbauen. Die  Bürgermeisterliste, gesponsert von der Tiwag, unterstützt zu diesem Zweck die Pläne der Tiwag, den Tauernbach zu  nutzen. Die grüne und  unabhängige Liste Matrei lehnt beide Projekte ab. “Was können unsere Bäche dafür, dass unsere Gemeindepolitiker keine Phantasie und Ideen haben und für sie nachhaltige Gemeindepolitik ein Fremdwort ist? Wann werden sie endlich kapieren, dass der Tauernbach und die Isel unverbaut für die Landwirtschaft, den Tourismus und insbesondere eine einzigartige Natur- und Kulturlandschaft eine unersetzbare Ressource darstellt?” kritisiert Sepp Brugger der Sprecher der Matreier GRÜNEN die Ausbaupläne an Tauernbach und Isel.

Die Isel sollte mit seiner einzigartigen Flora und Fauna längst als natura 2000 Gebiet nachnominiert werden. Die Errichtung eines Kraftwerkes an der Isel  widerspricht der Fauna-Flora-Habitat Richtlinie, weshalb die Wasserrechtsbehörde eine Bewilligung unterbleiben lassen müsste, meint Sepp Brugger. Warum ausgerechnet die Matreier Liste die Verbauung der Isel plant, sei nicht nachvollziehbar.

Die Marktgemeinde Matrei hat die Möglichkeit ein bereits bestehendes Kraftwerk am Tauernbach zu sanieren und wieder in Betrieb zu nehmen. Die Gemeinde müsste nur einen entsprechenden Antrag an die  Wasserrechtsbehörde im Land stellen. “Wir brauchen kein neues Kraftwerk errichten, sondern sollten das bestehende in der Prosseggklamm nutzen”, so Brugger. “Da das  Wasserrecht für die Tiwag erloschen ist, kann die Wasserrechtsbehörde dieses Kraftwerk auf Antrag der Marktgemeinde Matrei übertragen. Mit wesentlich weniger Aufwand kann die Gemeinde Matrei jährlich Einnahmen von mehreren Hunderttausend Euro erzielen. Warum wird diese Chance nicht genutzt?”

Darüber hinaus könnte die Gemeinde mit einer Photovoltaik-Aktion- wie in Laakirchen in Oberösterreich die Unabhängigkeit der Gemeinde in der  Energieversorgung sicher stellen, schlägt Sepp Brugger eine weitere Alternative zu den Kraftwerksplänen vor.

Siehe dazu auch den Beitrag von Netzwerk Wasser

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