Grüne fordern klares Machtwort von Umweltlandesrat Gschwentner – Sepp Brugger: “Isel gehört endlich unter Schutz gestellt!”

Schon vor Jahren hat sich die Politik für den Nationalpark Hohe Tauern und die Erhaltung der Isel, als letzten frei fließenden Gletscherfluss südlich des Alpenhauptkammes entschieden. Diese einzigartige Natur und Kulturlandschaft sollte auch für die nächsten Generationen erhalten bleiben. Wir erwarten uns vom Umweltlandesrat endlich ein klares Bekenntnis zu dieser politischen Linie und eine klare Absage an alle Kraftwerksbegehrlichkeiten an der Isel.“, fordert der Osttiroler Bezirkssprecher Sepp Brugger heute ein. Eine solche Klarstellung sei nicht nur im Interesse künftiger Generationen sondern auch zur Stärkung der Glaubwürdigkeit in der Politik notwendig.

Die Isel und ihre Zubringer Tauernbach, Schwarzach und Kalserbach sind als vom Gletscher geprägtes Fließgewässersystem in ihrer Einmaligkeit von europaweiter Bedeutung. Verschiedene Universitäts-Professoren haben dies vielfach bestätigt und daher sollte die Isel endlich unter Schutz gestellt werden.“, so die Überzeugung des Matreier Grünen. „Vor einem Jahr hatte Bürgermeister Andreas Köll noch Bedenken gegen die Kraftwerkspläne der Matreierliste an der Isel wegen einer allfälligen Natura-2000-Erklärung geäußert und war einem Kraftwerksprojekt an der Isel kritisch gegenübergestanden. Nun aber hat er sich mit Michael Theuerl zusammengetan und will mit ihm und den anderen Iseltaler und Defregger Gemeinden sowie Kals zwischen der Felder Brücke und Huben ein Kraftwerk um 55 Mio. Euro errichten.“, erklärt Brugger. Dafür wollten die Defregger Gemeinden auf den Ausbau der Schwarzach, und Virgen und Prägraten auf den Kraftwerksbau an der oberen Isel verzichten. „Abgesehen davon, dass sich die Gemeinden derartige Investitionen wohl kaum leisten werden können, ist die Isel nicht Schuld am Finanzdesaster der Gemeinde Matrei.“, kann Brugger das ewige Argument der Kraftwerksbefürworter schon nicht mehr hören. „Es muss endlich Schluss sein mit den Stau- und Ableitungsspielchen an unseren Flüssen und Bächen,“ kritisiert Sepp Brugger die Kraftwerkspläne des Matreier Bürgermeisters. „Die Isel als letzter Frei fließender Gletscherfluss ist unser Kapital und für die Bevölkerung, vor allem aber für die Tourismuswirtschaft von enormer Bedeutung. Dies sollten langsam auch unsere Bürgermeister kapieren.“

Dieser Beitrag wurde unter Umwelt abgelegt und mit , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>